„Bunter Traum auf gewebtem Grund“ – Aufstieg, Niedergang und Bedeutung der Textilindustrie in Heidenheim

Sonderausstellung des Heimat- und Altertumsvereins Heidenheim im Museum Schloss Hellenstein, 28. Mai 2017 bis 31. Oktober 2018

 

Die Textilindustrie prägte Heidenheim, das „Schwäbische Manchester“, im 18. und 19. Jahrhundert ganz entscheidend. Das historische Erbe dieser Textilindustrie wirkt auf vielfältige Weise bis heute nach.


Die Ausstellung ist in vier Abschnitte gegliedert.


„Bunter Traum auf gewebtem Grund“ vermittelt anhand der originalen Sachzeugnisse die Produktion und die einzelnen Abteilungen bei der Württembergischen Cattun-Manufaktur (WCM), von der Musterzeichnung über die Gravur und den Stoffdruck bis zur Veredelung und zum Vertrieb. die WCM gehörte um 1900 zu den größten Industriebetrieben im Königreich Württemberg.


Ein weiterer Bereich führt den Aufstieg der Textilindustrie im Bezirk Heidenheim zum „Schwäbischen Manchester“ vor – ohne dabei die weiteren 26 „Manchesters“ weltweit zu vergessen. Bilder und Exponate erinnern an die lange Tradition der Handweberei im Bezirk und an die zahlreichen innovativen Unternehmer mit ihren Fabriken hier, die die Grundfasern Leinen, Baumwolle, Wolle und Kunstfasern industriell verarbeiteten. Das Beispiel der Firma F. Oberdorfer zeigt beispielhaft die enge Verflechtung von Textil- und Metallindustrie.


Der Niedergang der Textilindustrie in Heidenheim wird in die Langen Wellen der geschichtlichen Entwicklung der Weltwirtschaft eingebettet. Dieser Teil reflektiert auch die Aufstiege und Niedergänge des Textilgewerbes in Indien bzw. Asien vom 16. bis ins 21. Jahrhundert.


Die Bedeutung der Textilindustrie weist auf das historische Erbe für die Menschen auch außerhalb der Textilfabriken: Eine starke, organisierte Industriearbeiterschaft; die moderne Sozialpolitik der ansässigen Unternehmer; die Industriearchitektur und den hochwertigen Arbeiterwohnungsbau des Philipp Jakob Manz; den Beitrag der Heidenheimer Textilbetriebe zu beiden Weltkriegen; und nicht zuletzt gingen aus der Textilindustrie zwei heute blühende Weltunternehmen hervor: Hartmann und Voith.


Öffnungszeiten:

Von 1. April bis 31. Oktober

Dienstag bis Samstag von 11 bis 16 Uhr

Sonn- und Feiertage von 11 bis 17 Uhr

Führungen nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich (auch in den Wintermonaten) - museen(at)heidenheim.de oder Telefon 07321/327 4710


Eintrittspreise:

 

Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Schulveranstaltung 1,- Euro
Kinder 6-17 Jahre und HAV-Mitglieder 1,50 Euro
Normalpreis (auch Rentner, Behinderte, Erwerbslose, Studenten etc.)3,- Euro
Familienkarte: 2 Erwachsene plus beliebige Anzahl Kinder5,- Euro
Führungen je Gruppe (plus Eintritt)25,- Euro
Führungen für angemeldete Schulklassen frei

 

 

 

 

 

 

Heimatlicher Stammtisch

Der Stammtisch findet wieder statt: Immer in einem geraden Monat im letzten Donnerstag des Monats. Der nächste findet also am 26. April um 19:00 Uhr im Schwarzen Ochsen statt.

Eingeladen zum Stammtisch ist jeder, der sich mit der näheren und weiteren Geschichte Heidenheims und des Kreises Heidneheim beschätigt und beschäftigen möchte.

 

Unser aktuelles Thema:

"Bunter Traum auf gewebtem Grund" - Textilindustrie in Heidenheim. Ausstellung im Leibstall des Schlosses ab Mai 2017.

Sollten Sie Interesse haben, bei unserer Ausstellung mit zu machen, melden Sie sich doch einfach bei uns: vorstand(at)hav-heidenheim.de. Oder kommen Sie bei einem unserer Arbeitstreffen in den Schwarzen Ochsen, Gute Stube 1. Stock.

 

 

 

Unsere nächste Veranstaltung:

Aktuelles:

26.06.18 19:00

Museumsmusik: „Kleine Meister“


Dienstag, 26. Juni, 19:00 Uhr


Kat: Museumsmusik, 2018
03.07.18 15:00

Wirtschaftsgeschichte am Ort Folge 9: Königsbräu Majer in Oggenhausen


Dienstag, 3. Juli, 15:00 bis 16:30 Uhr


Kat: Exkursion, 2018
26.07.18 13:00

4. Workshop: „Handel im Wandel – die Wege der (Roh)stoffe“


Donnerstag, 26. Juli, 13:00 Uhr


Kat: Workshops, 2018