Veranstaltungen 2014

Bitte beachten Sie: Einzelne Programmpunkte können sich im Laufe der Zeit ändern. Wir geben die Änderungen baldmöglichst bekannt.

 

Stand 7. April 2014

Datum

Ort

Autor/Referent

Thema

Erklärung

Mittwoch, 9. April, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Marstall

Guido Wolf, Präsident des Landtags von Baden-Württemberg

 

Mobilität bedeutet, wörtlich übersetzt, Beweglichkeit. Wie wirkt sich die Mobilität von Waren und Gütern auf die wirtschaftliche Prosperität aus? Die USA, als Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Ziel massenhafter Einwanderung auch aus Württemberg, verfügten schon im 19. Jahrhundert über ein hervorragend ausgebautes Eisenbahnnetz. Belegt dieses Beispiel einen Zusammenhang zwischen räumlicher und sozialer Mobilität? Inwieweit begünstigt Mobilität den persönlichen Aufstieg? Guido Wolf ist als Landtagspräsident der oberste Volksvertreter in Baden-Württemberg, er beherrscht also qua Amt die Kunst der Rede. In seinem Vortrag wird Wolf unter anderem der Frage nachgehen, welche Auswirkungen die von der Eisenbahn getragene Verkehrsrevolution des 19. Jahrhunderts auf unsere Gesellschaft in Europa wie auch auf der Ostalb hatte.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich

Anmeldung hier

Dienstag, 29. April, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Rudi Röder (Stuttgart)

Lichtbildervortrag: „Der Kampf um die Brenzbahn: Streckenführung über die Rems-Kocher-Brenz-Trasse oder durch die Täler von Neckar und Fils?“

Mit welchen Argumenten wurde dieser Kampf ausgetragen? Wer waren die Protagonisten und Akteure der beiden Alternativen? Wie kam die Entscheidung zustande? Ab 1835 wurde die Eisenbahnfrage in Württemberg intensiv erörtert: Soll die Hauptbahn im Rems-/ Brenztal oder durch das Filstal verlaufen? Um diese Frage zu beantworten, ernannte die Regierung eine Kommission von Fachleuten, die sich intensiv damit auseinandersetzte. Sie legte 1844 endgültig fest, wo die Hauptbahn in Württemberg verlaufen sollte. Ihre Entscheidung bestimmte wesentlich die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Tälern.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 6. Mai, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Schlosskirche

Schülerinnen und Schüler der Musikschule Heidenheim präsentieren sich in unterschiedlichsten Kammermusikformationen. Auf dem Programm stehen Werke von Ba- bis Rock.

Museumsmusik: „Gemeinsam statt einsam“

Eintritt frei - Spenden erbeten

Dienstag, 13. Mai,

19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Dr. Martin Stingl (Karlsruhe)

Lichtbildervortrag: „175 Jahre Eisenbahn in Baden“

Im März 1838 verabschiedete der Badische Landtag das Eisenbahngesetz, und schon zwei Jahre darauf ging der erste Abschnitt zwischen Mannheim und Heidelberg in Betrieb. Vollendet war die badische Hauptbahn von Mannheim über Basel nach Konstanz 1863 – ein Jahr vor Eröffnung der Verbindung zwischen Wasseralfingen und Heidenheim. Schnurgerade durchtrennten die Gleise in der Oberrheinebene die gewachsenen Flure, kühne Viadukte überspannten die Täler, im Schwarzwald durchbrachen Tunnels die Berge. Der Vortrag beleuchtet, wie der Eisenbahnbau Landschaften umformte, wie er die Regionen Badens über große Distanzen miteinander verband, wie er der beginnenden Industrialisierung entscheidende Impulse gab, und wie er den Alltag der Menschen radikal wandelte. - Der Blick über die historische Grenze wird so manche Gemeinsamkeit und so manchen Unterschied der badischen und der württembergischen Eisenbahngeschichte aufdecken.

Das Bild zeigt die 1853 eröffnete Eisenbahn-Gitterbrücke über die Kinzig (GLAK, J-B Offenburg 6).

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 20. Mai, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Manfred Akermann (Heidenheim)

Lichtbildervortrag: „Fernverkehr und Geleitrecht im späten Mittelalter: Das Filstalpanorama von 1534“

Im Jahre 1533 entbrannte ein erbitterter Streit zwischen der Freien Reichsstadt Ulm und dem Herzogtum Württemberg um die die Geleitrechte im Filstal. Das Geleit, ein gegen Gebühr gewährter Schutz für Reisende und Kaufleute, war ein Hoheitsrecht, das den Geleitherren hohe Einnahmen einbrachte. Aus Anlass des Streits gab die Stadt Ulm einen „Situationsplan“ in Auftrag, ein Landschaftspanorama von bemerkenswerter künstlerischer wie auch dokumentarischer Qualität, das der Ulmer Stadtmaler Martin Schaffner ausgeführt haben dürfte.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 27. Mai, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Schlosskirche

Stefan Sell (Nürnberg)

Museumsmusik: "Mit Liebe und Dampf geht Alles.“ Stefan Sell präsentiert die Eisenbahn in Gedichten, Geschichten & feuriger Gitarrenmusik

Die Presse nennt ihn „einen wundervollen Erzähler“, bei dem „es einfach Spaß macht, stundenlang zuzuhören.“ Sie schwärmt von seinem „Gitarrenspiel in vollendeter Perfektion“ und zählt ihn zu den „renommiertesten Gitarristen der Szene“. Der mit dem „Deutschen Musikeditionspreis“ ausgezeichnete Gitarrist und Erzähler Stefan Sell kommt anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Brenzbahn“ nach Heidenheim. Sein Programm voller Gedichte, Geschichten & virtuoser Gitarrenmusik rund um das Thema Eisenbahn hat er eigens für dieses Jubiläum neu zusammengestellt und auch eine CD mit neuen Stücken dazu aufgenommen.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 2,00 Euro/4,00 Euro

Jugendliche / Kinder 1,00 Euro/2,00 Euro

Dienstag, 3. Juni, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Dr. Andreas Lörcher (Ulm)

Lichtbildervortrag: Theodor Pfizer und die Funktion der Reichsbahn im Nationalsozialismus

Theodor Pfizer war von 1948 bis 1972 Oberbürgermeister von Ulm. Über seine Tätigkeit und Verantwortung als Bahnbeamter von 1933 bis 1945 schwieg er sich zeitlebens aus. Im Vortrag wird der Historiker und wissenschaftliche Leiter des Aicher Scholl-Kollegs Ulm, Dr. Andreas Lörcher, diese biografische Lücke des ehemaligen Oberbürgermeisters Theodor Pfizer kritisch beleuchten.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 1. Juli, 16 bis 18 Uhr

Werkführung mit historischen und aktuellen Hintergründen


Reihe „Wirtschaftsgeschichte am Ort“, Teil 3: Das Werk Mergelstetten der Schwenk Zement KG

Das Werk Mergelstetten der Firma Schwenk Zement nahm 1901 den Betrieb auf, im selben Jahr also, in dem sich historisch interessierte Heidenheimer zum Heimat- und Altertumsverein zusammenschlossen. Man kann sogar sagen, dass beide denselben „geistigen Vater“ hatten: Eugen Gaus, Professor am Heidenheimer Realgymnasium, gab den entscheidenden Antrieb zur Gründung des HAV; Gaus bereitete auch mit seinen geologischen Forschungen über die örtlichen Zementmergel-Vorkommen den Boden für den Aufbau einer Filialfabrik des ursprünglich in Söflingen bei Ulm ansässigen Unternehmens.

Im Jubiläumsjahr der Brenzbahn wird selbstredend das Industriegleis der Fabrik besonders hervorgehoben werden!

Achtung: Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Haupteingang der Firma in Mergelstetten!


Teilnahme kostenfrei.

Anmeldung hier

Donnerstag, 3. Juli, 19:30 Uhr


Gereon Balle (Heidenheim)

Lichtbildervortrag: Aquileia und die Tabula Peutingeriana – Das römische Heidenheim als Knotenpunkt antiker Verkehrswege

Aquileia, der Name der römischen Siedlung von Heideheim, findet sich auf der mittelalterlichen Kopie einer antiken Karte, der sogenannten Tabula Peutingeriana. Dieses einzigartige historische Dokument, welches das Fernstraßennetz des gesamten Imperium Romanum abbildet, wird als vergrößertes Faksimile in der Eingangsrotunde des Museums im Römerbad auf besonders eindrucksvolle Weise präsentiert. Die Erwähnung auf der Tabula Peutingeriana ist ein weiterer Beleg dafür, dass Heidenheim in römischer Zeit als Kreuzungspunkt mehrerer Verkehrswege eine zentrale Rolle bei der militärischen Sicherung und administrativen Erschließung des Nordwestens der Provinz Rätien gespielt hat. Eine Analyse der großflächigen archäologischen Ausgrabungen der 1960er, 1980er und 1990er Jahre lässt zudem vermuten, das Aquileia / Heidenheim als Umschlag- und Handelsplatz auch von einiger ökonomischer Bedeutung gewesen ist. Wie in vorhergehenden und nachfolgenden Epochen war hierfür die Lage an einer markanten Stelle der Albquerung durch das Brenz-Kocher-Tal ausschlaggebend.

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Förderverein Museum im Römerbad

Achtung: Veranstaltungsort ist das Museum im Römerbad!

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Förderverein/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 15. Juli, 19:30 Uhr



Reihe „Wirtschaftsgeschichte am Ort“, Teil 4:

Geschichte und Zukunft des Containerterminals der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in Giengen

Das Werk wird 2014 siebzig Jahre in Giengen ansässig sein. Einen enormen Aufschwung erlebte es in der deutschen Wirtschaftswunder-Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Doch anders als viele andere deutsche Hersteller von Haushaltsgeräten, die auch in den 1950er und 1960er Jahren aufstiegen, sind die BSH und ihr Giengener Werk noch heute am Markt erfolgreich.

Aus Anlass des 150. Brenzbahnjubiläums wird die Führung durch den Containerbahnhof die Bedeutung des Bahnanschlusses und die Industriegleise thematisieren: 2009 eröffnete die BSH Ihr neues Containerterminal, das Sie auch für fremde Firmen geöffnet hat.

Achtung: Treffpunkt ist der Eingang der Firma in 89537 Giengen, Bahnhofstraße 70!


Die Veranstaltung wird rund 1½ Stunden dauern.


Teilnahme kostenfrei.

Anmeldung hier

Samstag, 13. September,
19:30 Uhr

Achtung: Veranstaltungsort ist das Konzerthaus Heidenheim!

Teilnehmer:

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg

Thomas Reinhardt, Landrat des Landkreises Heidenheim

N.N., Verkehrsclub Deutschland (VCD)

N.N., Verkehrsausschuss der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg

Dirk Seidemann, Regionalverband Ostwürttemberg

Moderation: Dr. Hendrik Rupp, Chefredakteur der Heidenheimer Zeitung

Impulsvortrag: Dr. Martin Burkhardt (Heimat- und Altertumsverein Heidenheim)

Podiumsdiskussion: „150 Jahre Brenzbahn - 150 Jahre Warten aufs zweite Gleis“

Wie allgemein bekannt, beschäftigt sich der HAV nicht aus antiquarischem Interesse mit der Geschichte, sondern um die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten zu können. Deshalb soll an diesem Abend weniger auf die vergangenen 150 Jahre der Brenztalbahn zurückgeschaut werden. Vielmehr wird sich der Blick auf den gegenwärtigen Zustand dieser - nach wie vor - eingleisigen Hauptstrecke richten. Dabei soll die Gesprächsrunde klären, welchen Stellenwert die Brenzbahn heute innerhalb des regionalen Gesamtverkehrskonzepts hat, und welcher ihr künftig zukommen könnte. Schließlich möchten wir zeigen, welche infrastrukturelle Bedeutung für die wirtschaftliche wie auch für die demographische Entwicklung eine gut ausgebaute Bahnverbindung für Heidenheim hatte und in Zukunft haben kann. Die Gesprächsteilnehmer bieten die Gewähr dafür, dass sich eine lebhafte, interessante und vielleicht zukunftsweisende Diskussion ergibt.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich

Anmeldung hier

Dienstag, 16. September, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Lothar Thalheimer (Aalen)

Lichtbildervortrag: Die Reparaturwerkstätte. Das Bahnbetriebswerk und Ausbesserungswerk Aalen

Im gleichen Jahr 1864, in dem die Brenzbahn eröffnet wurde, ging in Aalen eine Reparaturwerkstätte in Betrieb. Sie reparierte zahlreiche Lokomotiven, baute viele um und fungierte so als wichtiger Arbeitgeber für die Stadt wie auch als bedeutender Wirtschaftsbetrieb in der Region. Wie verlief die Entwicklung dieser Einrichtung bis zu ihrem Ende im Jahr 1955? Welche Fahrzeuge wurden dort im Laufe der Zeit umgebaut und repariert? Der Referent stellt die Entwicklungsgeschichte vor.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 23. September, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Wolfgang Bahle (Aalen-Westhausen)

Lichtbildervortrag: Der eiserne Weg nach Bayern. Die Riesbahn und ihre Anbindungen

Die Industrie zwischen Wasseralfingen und Heidenheim benötigte dringend Energie. Eine Verbindung zu den sächsischen Kohleabbaustätten war über die Ludwig-Nord-Südbahn schnell und kostengünstig herzustellen. Um nun Württemberg bei Nördlingen an das Eisenbahnnetz des Königreichs Bayern anzuschließen, musste die sogenannte Riesbahn von Aalen nach Nördlingen gebaut werden. Wie kam es dazu? Und warum hat der Bau 18 Jahre lang gedauert? Dies und Weiteres wird der Referent aufklären.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Samstag, 27. September, 09:00 bis 21:00 Uhr


Uwe Siedentop und Dr. Martin Burkhardt

Ganztagesexkursion nach Stuttgart. Ziele:

1. Die Baustelle von „Stuttgart 21“.

2. Haus der Geschichte von Baden-Württemberg, Sonderausstellung „Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne“.

„Stuttgart 21“ lässt die Emotionen so oder so hochkochen. Die einen schimpfen auf das Projekt, die anderen auf die Projektgegner. Doch wer nicht in Stuttgart lebt oder öfter dort hin kommt hat es schwer, an Informationen aus erster Hand zu gelangen. Deshalb wollen wir uns zum 150. Jubiläum der Brenztalbahn eine der bekanntesten Baustellen Deutschlands zeigen lassen und uns selbst ein Bild davon machen, was mit dem Geld gebaut wird, das Staat und Bahn alternativ auch zum zweigleisigen Ausbau der Brenzbahn hätten verwenden können.

Das zweite Exkursionsziel ist dem traurigen Jubiläum geschuldet, dass sich in diesem Jahr der Beginn des Ersten Weltkriegs zum einhundertsten Mal jährt. Das Haus der Geschichte von Baden-Württemberg nähert sich dieser „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan) auf besondere Weise: Die Sonderausstellung stellt die Wahrnehmung des Krieges, stellt das Fühlen und Hören, das Riechen, Schmecken und Sehen in den Mittelpunkt.


Da wir dieses Mal mit dem Zug fahren wollen, ist der Treffpunkt um 09:00 Uhr am Bahnhof. Die Exkursion wird unabhängig von der Zahl der Anmeldungen auf jeden Fall stattfinden.

Kostenbeitrag: Pro Person 24 Euro für HAV-Mitglieder, 27 Euro für Nichtmitglieder. Inbegriffen sind Fahrt, Eintritte und Führungen.

Anmeldung hier

Dienstag, 30. September, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Dr. Christoph Bittel (Bad Mergentheim)

Lichtbildervortrag: „Jeder Stoß ein Franzos, jeder Schuß ein Ruß!“ – Eisenbahnen als Transportmittel im Ersten Weltkrieg

„Einer der wichtigsten Vortheile eines ganzen Systems von Eisenbahnen wird darin bestehen“, so schrieb Friedrich List 1828/29, „daß es die stehenden Heere überflüssig machen, oder doch ihre unendliche Verminderung ermöglichen wird.“ Der Wirtschaftstheoretiker und Eisenbahnpionier war sich damals sicher: „Invasionskriege werden aufhören“. Leider erwies sich diese euphorische Zukunftsprognose als falsch, schon bald erkannten die Militärs die kriegswichtige Bedeutung eines Eisenbahnnetzes für den Transport von Truppen, Ausrüstung, Waffen und Lebensmitteln. „Jeder Stoß ein Franzos“ und „Jeder Schuß ein Russ“ schrieben vor hundert Jahren deutsche Soldaten siegessicher an ihre Eisenbahnwaggons. Der Abend soll einen Einblick in die militärische Bedeutung der Bahn während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) im östlichen Württemberg bieten.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Dienstag, 7. Oktober, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Schlosskirche

Ein Konzert, gestaltet von Lehrkräften der Musikschule Heidenheim.

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Museumsmusik: „Herbstserenade“

Dass die Heidenheimer Musikschulpädagogen auch gleichermaßen Könner auf ihrem Instrument sind, beweisen sie in einem bunten Programm mit herbstlichen Klängen.

Eintritt frei - Spenden erbeten

Dienstag, 14. Oktober, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus


Museums-Filmabend: Die Brenzbahn im Wandel der Zeiten

Zu sehen sein werden dokumentarische Filme von Zügen, die auf der Brenzbahnstrecke fuhren, von Szenen am Bahnhof und von einer entgleisten Lok, die fleißige Hände wieder auf die Schienen setzten. Die Aufnahmen wurden zwischen etwa 1930 und 2013 von Privatleuten gedreht. Von wenige Sekunden dauernden Schnipseln bis zu längeren Passagen ist alles dabei.

Wie es sich für einen Filmabend gehört, stehen auch Kleinigkeiten zu essen und etwas zu Trinken im Angebot.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 3,00 Euro/5,00 Euro

Jugendliche / Kinder 1,00 Euro/2,00 Euro

Dienstag, 21. Oktober, 19:30 Uhr

Museum Schloss Hellenstein, Zeughaus

Dr. Peter Knötzele (Karlsruhe)

Lichtbildervortrag: „Römisch, oder?“ Verkehrswege in römischer und mittelalterlicher Zeit in Heidenheim

In diesem Jahr stehen die Verkehrswege, hauptsächlich die Straßen, im Vordergrund der archäologischen Betrachtungen. Straßen erscheinen uns aufgrund ihrer Selbstverständlichkeit nicht sonderlich attraktiv, doch wie war es in römischer Zeit? Wie sahen die damaligen Straßen in Heidenheim überhaupt aus? Und woher weiß man, dass ein ausgegrabener Straßenkörper nicht mittelalterlich ist? Wo wurden alte Straßen in der Stadt bislang nachgewiesen? Und: wo ging es über die Brenz, den natürlichen Verkehrsweg in der Region? - Wo der Laie auf dem Bild nur ein nasses Schlammloch sieht, erkennt der kundige Archäologe die Reste von Pfosten der mittelalterlichen Brücke über die Brenz.

Kostenbeitrag:

Mitglieder HAV/Nichtmitglieder

Erwachsene 1,00 Euro/3,00 Euro

Jugendliche / Kinder 0,50 Euro/1,50 Euro

Sonntag, 26. Oktober, 11:00 Uhr

Schloss Hellenstein, in beiden Museen

Abschlussvortrag: N.N.

Finissage der Ausstellung „150 Jahre Brenzbahn“

Das Programm wird auf ein ereignisreiches, dem Brenztalbahn-Jubiläum gewidmetes Jahr zurückblicken. Lassen Sie sich überraschen!

Eintritt frei