In einem neuen Land - ein neuer Beruf

Wann:
Sonntag 18. Mai 2025,
21:14 Uhr

Was:
Alte Heimat, neue Heimat?

Wo:
Aus Saporischschja: Ein „Kosake“ und zwei persönliche Ikonen von „Anastasiia“ und „Vitalij“

Wer:
Anastasia Kravchenko

Anastasia Kravchenko

Anastasia Kravchenko



Die Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten Anastasia Kravchenko erzählt:


Ich heiße Anastasia und lebe in Deutschland seit September 2014 hier in Oberkochen. Ich bin der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Mein Mann und ich haben uns in der Ukraine kennengelernt. Und 2014 hat er mich nach Deutschland geholt, als ich hochschwanger war. Einige Zeit später brachte ich einen Sohn zur Welt.

Mindestens vier Jahre lang habe ich mich nach der Ukraine und meiner Heimatstadt Saporischschja gesehnt, aber nach mittlerweile zehn Jahren hier in Deutschland fühle ich mich wohl und zu Hause. Mein Sohn und meine Tochter sind hier geboren, hier habe ich meinen Weg im Leben gefunden. Ich hatte Jura studiert und war bei einem Notar und bei einem Rechtsanwalt beschäftigt, bevor ich mich mit dem Spezialgebiet Insolvenzrecht selbständig machte. Im Moment mache ich eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Neues Land - neuer Beruf!


Aus meiner alten Heimat habe ich zwei Dinge mitgebracht:

Eines der ausgestellten Bilder ist ein selbst entworfenes Bild „Saporoscher Kosake“. Ich habe das Bild für meinen Schwiegervater gestickt. Er hat einen ukrainischen Nachnamen und ukrainische Wurzeln. Dieses Bild ist auch mit der Geschichte meiner Stadt Saporischschja verbunden.

Aus religiösen Gründen habe ich zwei persönliche Ikonen mitgenommen, die ich auch selbst angefertigt habe. Eine Ikone trägt den Namen „Anastasia“ und die andere den Namen „Vitalij“. In der orthodoxen Religion helfen sie, Menschen mit diesen Namen und ihre Familie vor allen möglichen Schwierigkeiten und Nöten zu bewahren.”