Die Unternehmerfamilie Meebold aus Sulz macht Heidenheim zur führenden Industrieregion in Württemberg

Wann:
Samstag 17. Mai 2025,
22:23 Uhr

Was:
Alte Heimat, neue Heimat?

Wo:
Ölgemälde

Wer:
Johann Gottlieb Meebold

Eine Leihgabe der Städtischen Museen und des Stadtarchives

Eine Leihgabe der Städtischen Museen und des Stadtarchives

Das Ölgemälde zeigt den jungen Johann Gottlieb Meebold (1796 – 1871), der einer der innovativsten Unternehmer seiner Zeit war.


Sein Vater Johann Christian Meebold aus Sulz am Neckar, vom anderen Ende des Herzogtums Württemberg, hatte im Jahr 1774 die kriselnde Baumwollfabrik in Heidenheim übernommen. Nach drei Bankrotten bewahrte er so diesen frühen Industriebetrieb vor dem endgültigen Ende. Später holte der Vater den jungen Ludwig Hartmann aus Stuttgart als Geschäftsführer nach Heidenheim. Der machte sich bald selbständig, und die Verbandstofffabrik als eines der Unternehmen in der Nachfolge von Ludwig Hartmann blüht hier noch heute.


Johann Gottlieb Meebold richtete die erste mechanische Baumwollweberei in Württemberg ein, er nahm darin die erste Dampfmaschine im Land in Betrieb, und er installierte hier die erste Gasbeleuchtung in ganz Württemberg. 1856 fasste sein Sohn Robert die väterlichen Fabriken zur Württembergischen Cattunmanufactur AG (WCM) zusammen.


Die Textilfabriken der Familie Meebold trugen entscheidend dazu bei, dass Heidenheim um das Jahr 1830 als das am höchsten industrialisierte Oberamt im Königreich Württemberg galt.