Eine germanische Fibel aus dem zweiten Jahrhundert verweist auf Handel über den Limes hinweg
Wann:
Samstag 17. Mai 2025,
22:20 Uhr
Was:
Alte Heimat, neue Heimat?
Wo:
Geermanische Fibel
Wer:
Unbekannt
Fibeln wurden als Gewandschließen benutzt, um Umhänge oder Mäntel zusammenzuhalten. Sie funktionierten wie unsere heutigen Sicherheitsnadeln. Diese einfach gestaltete Fibel wurde am Ende des 19. Jahrhunderts in Heidenheim gefunden. Fibeln dieser Form und Machart kommen überwiegend in Gebieten außerhalb des Römischen Reiches vor, die von Germanen besiedelt wurden. Dieser unscheinbare Fund kann deshalb als ein bedeutsamer Hinweis auf eine mögliche Anwesenheit von Germanen in Aquileia / Heidenheim angesehen werden, und zwar bereits zu einer Zeit, in der es über den Limes hinweg friedliche Handelskontakte zwischen Germanen und Römern gab.
Am Ende des 3. Jahrhunderts gab Rom infolge einer Reichskrise das Gebiet hinter dem Limes endgültig auf und zog sich hinter die Donau zurück. Archäologische Funde belegen, dass damals Zuwanderer in größerer Zahl aus dem elbgermanischen Raum in unsere Region kamen. Mit der dauerhaften Besiedlung durch Germanen / Alamannen beginnt in der Geschichte Heidenheims die frühmittelalterliche Epoche.
Bronze. Fundort: Aquileia / Heidenheim. Ca. 2. Jh. n. Chr. - Archäologisch-historische Sammlungen der Stadt Heidenheim, Inv.-Nr. HiMuHDH19900146.

